Die Arbeit des jungen Chinesen Wang Jian ist Teil der präsentierten Automobilkunst: Er bastelte sich selbst einen Lamborghini Reventón zusammen, da das Original für ihn unerschwinglich gewesen wäre. (Foto: Michael Jungblut), © Autostadt Wolfsburg

Tuning. Ausstellung in Wolfsburg

Was vor zwanzig Jahren noch als Zielscheibe des Spottes diente – man denke an Filme wie „Manta Manta“ – adeln Experten wie Paolo Tuminelli, Designprofessor in Köln, jetzt als Teil von Design, Kunst und Kultur: Das Tuning von Autos, ein Akt der Aneignung und der Selbstbehauptung. Die siebte Schau der Ausstellungsreihe "Design Display“, initiiert von Volkswagen, betrachtet das Thema Tuning aus gestalterischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive und stellt dafür zwei Sichtweisen gegenüber: »Crafter« von Lina van de Mars und Sidney Hoffmann ist ein Forschungsmobil, das weltweite Transformationen dokumentieren und zurück in die Autostadt bringen soll; »Tuning« zeigt, wie Protagonisten dieser Szene ihre Lebenswelt im Sinne eines erweiterten Designbegriffs gestalten – ganz ohne entsprechendes Studium. Zusätzlichen Kontext schafft die Website zu "Design on Display" mit Essays von Daniel Völzke, Harald Welzer, Paolo Tumminelli und anderen zum Thema Tuning. Zu sehen bis Oktober 2018.