Fritz Wotruba: Dreifaltigkeitskirche, Wien-Mauer, Österrreich, 1971–1976, © Wolfgang Leeb 2011

Rettet die Betonmonster! Ausstellung in Frankfurt

Brutalismus: Was gerade auf Deutsch von vornherein grob und rücksichtslos tönt, leitet sich als Bezeichnung eines Baustils eigentlich ganz sachlich vom französischen »Béton brut«, dem Sichtbeton als charakteristischem Baumaterial ab. Vom Kampfruf einer Nachkriegs-Avantgarde wandelte sich der Begriff zum Vorwurf und Schicksal. Selbst mustergültige Bauten der Ära sind stigmatisiert, vom Abbruch bedroht oder bereits verloren. Erst in jüngster Zeit ergreifen Fachleute und Liebhaber wieder Partei für die Werke des Brutalismus und setzen sich für ihren Schutz ein. In der Ausstellung SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster zeichnet das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt anhand herausragender Beispiele die weltweite Entwicklung dieser Architektur von 1953 bis 1979 nach und fragt nach dem heutigen Umgang mit ihren Relikten. Zu sehen bis zum 08. April 2018.