Arata Isozaki, © The Pritzker Architecture Prize

Menschen im Design: Arata Isozaki, Pritzker Preisträger 2019

Spät kommt die Auszeichnung für einen, der schon seit Jahrzehnten zur Riege der internationalen Architektur-Stars zählt: Der Japaner Arata Isozaki erhält mit 87 Jahren den Pritzker Preis 2019 für sein Lebenswerk als Architekt. Isozaki wuchs nahe von Hiroshima auf und erlebte als Jugendlicher Zerstörung und Wiederaufbau der Stadt – ein Schlüsselerlebnis. Er studierte Architektur in Tokyo, sein Lehrer und Mentor war Kenzo Tange. 1963 eröffnete er sein eigenes Büro. Frühe Visionen wie seine »City in the Air« von 1964 verorteten ihn in der damals aktuellen Strömung der Metabolisten, doch zu Isozakis Markenzeichen wurde seine Wandelbarkeit: Ohne festgelegte gestalterische Sprache, frei von Japan-Klischees oder einer formalisierten Handschrift. Vielmehr liegt die Qualität seiner bekannten Bauten wie dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles, dem Art Tower Mito in Ibaraki, Japan, oder dem Allianz Tower in Mailand darin, sich immer wieder neu auf die Gegebenheiten von Zeit und Ort einzulassen.