Lapatsch / Unger: «Forgotten Collection», Gefässe aus Schellack, Bambuskohle, Komposit, 2016, © Lapatsch I Unger

Kohle, Koks, Pech. Ausstellung in Winterthur

Lange galt sie als das »Schwarze Gold«: Die Kohle – ein Rohstoff, bei dem einem die Anwendung im Design nicht als erstes in den Sinn kommt. Zwar wurden Torf, Braunkohle und Steinkohle schon früh nicht nur verbrannt, sondern in technologischen Verfahren wie der Stahlgewinnung veredelt; Koks und Stadtgas wurden zum Treibstoff von Industrialisierung und Urbanisierung. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts lief das Erdöl der Kohle den Rang als Rohstoff für Chemikalien, Farben und Arzneien ab. In der Ausstellung Kohle, Koks und Pech lotet das Gewerbemuseum Winterthur das Potential des schwarzen Energieträgers aus: Vom 31. März bis zum 15. September 2019 werden im Rahmen des Material-Archivs Grundlagen und Zusammenhänge vermittelt, aktuelle Arbeiten junger Designer von der Universität der Künste Berlin mit Kohle als Werkstoff ergänzen die Schau.