Plakat „Grapus au musée de l’affiche – Paris“ 1982, Fonds Grapus / Archives de la Ville d’Aubervilliers, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Grapus. Ausstellung über das französische Grafikerkollektiv in Berlin

Die Studenten- und Arbeiterrevolten des Pariser Mai ’68 hinterließen auch in der Welt von Kunst und Gestaltung ihre Spuren. 1970 gründete sich in Paris das Grafikerkollektiv Grapus, das kommerzielle Werbung ablehnte und mit seinen grafischen Arbeiten für die Kommunistische Partei Frankreichs, die Gewerkschaft CGT, soziale Organisationen, Kommunen und Kulturinstitutionen eine neue gestalterische Ausdrucksform schuf. Das Kollektiv hatte nur bis Anfang der 1990er Jahre Bestand, wirkt aber mit seiner unkonventionellen Bildsprache bis heute nach. Die Ausstellung Das französische Grafikerkollelltiv Grapus vom 05. Juli bis zum 03. Oktober 2018 im Bröhan-Museum in Berlin zu sehen, zeigt diese Arbeiten – in Zeiten des internationalen Protestes gegen politische und soziale Ungerechtigkeiten so aktuell wie damals. Gleich am ersten Öffnungstag, dem 05. Juli 2018 findet außerdem das Symposium »Vorwärts und vergessen!« statt, auf dem ehemalige Aktivisten des Grapus-Kollektivs mit Berliner Gestaltern über das Verhältnis von Design und Protest diskutieren.