Otto Hunte (1881 bis 1960), Entwurf des Haupteingangs zum »Blauen Engel«, © DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, Sammlung Otto Hunte

Filmarchitektur. Ausstellung in Berlin

Die Zeit der Weimarer Republik ist durch politische Aufbrüche ebenso geprägt wie durch künstlerische Experimente. Futurismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit und Expressionismus haben nicht nur die bildende Kunst, sondern im gleichen Maße auch Literatur, Musik, Theater und Film beeinflusst. Das neue Massenmedium Kino gewann das Publikum damals schnell für sich und der deutsche Film erlebte eine Blütezeit. Dass sich die Produktionen deutscher Filmstudios großer Beliebtheit erfreuten, war nicht zuletzt auf das Werk der Filmarchitekten zurückzuführen. Ihre Set-Designs entstanden zunächst auf dem Papier. Die Tchoban Foundation, Museum für Architekturzeichnung, zeigt nun in der Ausstellung Deutsche Filmarchitektur 1918 – 1933 Entwürfe von Emil Hasler, Robert Herlth, Otto Hunte, Erich Kettelhut, Hans Poelzig, Franz Schroedter und Hermann Warm zu Filmen wie »Das Cabinet des Dr. Caligari«, »Der Golem, wie er in die Welt kam«, »Metropolis«, »Der blaue Engel« und weiteren Meisterwerken der Zeit. Zu sehen ist die Ausstellung ist vom 13. Juni bis zum 29. September 2019 in Berlin.