Der designreport 06/2017 erscheint am 16. Dezember.

Vorschau designreport 6|2017
PLY nutzt das aktuelle Interesse an klassischem Design geschickt.
Mit Stil: Der PLY Showroom in Hamburg.


Zeitbeständige Charaktere: Klassiker und Reeditionen

Eigentlich ist schon die Frage ein Klassiker: Was macht einen Designklassiker aus? In der nächsten Ausgabe des designreport versuchen wir uns der Antwort zu nähern, indem wir uns Firmen anschauen, die mit ihren Reeditionen klassische Designobjekte an aktuelle Bedürfnisse anpassen, etwa hinsichtlich Größe, Materialien und Farben. Wo entstehen sinnvolle Weiterentwicklungen, wo liegen die Grenzen der Adaptionen? Und wie hätten die Entwerfer auf veränderte Anforderungen reagiert? Darüber hinaus beleuchten wir die aktuelle Debatte inklusive Rechtsstreit zur »Überarbeitung« von Dieter Rams’ Regal 606 durch Daniel Klapsing und Philipp Schöpfer. Sie zeigt, wie schwer die Grenzen zwischen Weiterentwicklung und Plagiat zu ziehen sind.

Diese Debatte macht deutlich, dass das klassische deutsche Design, seit Jonathan Ive die Braun-Geräte der 1960er als Inspirationsquelle angab, wieder vermehrt Aufmerksamkeit erhält. Schauen wir uns in diesem Zusammenhang einmal die aktuellen Anforderungen an Gestaltung an: Wie könnte ein »Digitales Deutsches Design« aussehen – kann es das überhaupt geben? Im Interview kristallisieren Protagonisten aus Industrie und Agenturwesen die Essenz des aktuellen deutschen Designs heraus und loten die Möglichkeiten einer Transformation ins Digitale aus. Außerdem widmen wir uns dem hochemotionalen Trendforschungsthema Farbe und fragen, wie und warum Farben modern oder klassisch wirken können. Durch aktuelle Projekte und neue Perspektiven versuchen wir, das Dauerbrenner-Designthema »Klassiker« weiterzudenken.