Es gibt ein Leben danach

Die Auswahl ist disparat, die Liste an wiederverwendeten Dingen und Abfallmaterialien lang: Hocker aus Waschmaschinentrommeln und aus bunt lackiertem Baustahl; ein Stuhl aus den aufgestellten Fußkreuzen von alten Bürostühlen; ein Teppich aus weißen Plastiktüten, zu kleinen Ringen geformt. Der Katalog zur Ausstellung »Pure Gold« des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) führt einem den Ideenreichtum und das Handwerkskönnen zahlloser Upcycling-Projekte vor Augen. Er dokumentiert aber auch die unterschiedlichen Entstehungsbedingungen der Objekte. Während in armen Regionen das Müllsammeln oft die einzige Möglichkeit ist, an Rohstoffe zu kommen, dienen die Upcycling-Entwürfe in den Industrieländern in erster Linie als Demonstrationsobjekte, die zum Umdenken anregen sollen. Unter der Leitung von Volker Albus haben sieben Kuratoren dafür 76 Bei spiele aus sieben Regionen der Welt ausgewählt. Die Ausstellung, die noch bis 21. Januar im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen ist, soll danach zehn Jahre lang über den Globus wandern und an insgesamt 20 Orten gezeigt werden.

Ifa / Elke aus dem Moore (Hg.)
Pure Gold – Upcycled! Upgraded!
Spector Books, Leipzig
ISBN 9783959051729
€ 30,–

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