German Brand Award Convention 2018. Ein Rückblick

Auf drei Bühnen wurden verschiedene Aspekte der Markenführung in den Blick genommen und dabei Perspektivwechsel von Konzern zu Mittelstand, Start-up zu Beratung vorgenommen. Dass Markenführung längst kein Teil der Werbung mehr ist, sondern als DNA des Unternehmens an allen strategischen Schnittstellen ansetzen muss, da waren sich Vertreter großer wie kleinerer Unternehmen einig.

Die Möglichkeiten der Digitalisierung ändern nicht nur den Zugang zu Wissen über die Bezugsgruppen einer Organisation, sie führen auch dazu, dass die Marke den Menschen näher kommt und nicht mehr nur umgekehrt. Das zeigte sich bei der Produktentwicklung von Schwarzkopf genauso wie beim Internal Branding, das Arndt Papenfuß von Kaldewei und Kathrin Menne von Merck beleuchteten.
Matthias Oetting, Group Vice President Brand Management bei WILO Group, pointierte die Bedeutung von Employer Branding wie folgt: „Unternehmenskultur ist die Summe der Geschichten, die man sich über ein Unternehmen erzählt. Jeder, der einen HR-Prozess durchläuft, kommt mit einer Geschichte heraus, und es ist sehr markenbildend, wenn diese Geschichte positiv ist.“
Dr. Thomas Förster, Corporate Vice President R&D bei Henkel schloss sein Panel mit einem Aufruf zur eigenen Standortbestimmung in puncto Markenführung und der Identifikation der eigenen Ziele für die Marke: „Starke Marken bringen das Unternehmen voran, aber letztlich den gesamten Standort Deutschland. Wir haben es also definitiv mit einem lohnenswerten Ziel zu tun.“

Für Andrej Kupetz, Juryvorsitzender des German Brand Award und Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, zeigte die dritte Verleihung des German Brand Award auch das wachsende Interesse von Unternehmen und Organisationen an den Themen Marke und Markenführung. Sein abschließendes Fazit: „Immer mehr Unternehmen treiben die Digitalisierung ihrer Marken auf allen Ebenen konsequent voran und arbeiten gezielt an der Verbesserung der User Experience. Dabei setzen sie – nicht allein mit Blick auf die neuen digitalen Möglichkeiten – zunehmend auf kundenzentriertes Produkt- und Service-Design als strategischen Erfolgsfaktor. Erfreulich dabei ist außerdem, dass dieser Trend nicht nur bei B2C- sondern auch bei immer mehr B2B-Unternehmen zu beobachten ist.

Insgesamt lässt sich ein klarer Trend hin zu einer Professionalisierung der Markenarbeit feststellen; einhergehend mit einem tieferen Verständnis für die Bedeutung der Marke und der Einsicht in die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und langfristig ausgerichteten Markenführung“, so Kupetz abschließend.

Den Film zur German Brand Award Convention 2018 finden Sie hier.
Und hier geht es zu Impressionen von der Preisverleihung.